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Im folgenden ein Auszug der Schweizer Selbsthilfegruppe: www.Winkelfehlsichtigkeit.org

Im folgenden ein Auszug der Schweizer Selbsthilfegruppe: www.Winkelfehlsichtigkeit.org


"Was ist mit unserem Kind los? Warum leidet es unter Migräne, warum versagt es in der Schule, ist dauernd müde, unkonzentriert und vergesslich?
Warum hilft keine Therapie, keine Nachhilfestunden und kein gutes Zureden?
Warum erweckt es den Eindruck als hätte es Sehprobleme (ganz nahes Lesen, Kopfschiefhaltung etc.) obwohl nach den Aussagen des Augenarztes die Augen in Ordnung sind?

Muss ich mich als Erwachsener mit regelmässigen Migräneanfällen, gereizten Augen und Müdigkeit abfinde? Warum kann ich am Abend nicht mehr lesen? Warum kostet mich das Lesen soviel Energie?

Solche Fragen stellten wir uns immer wieder. Auch Ärzte und Therapeuten wussten nicht weiter, bis wir endlich auf "Winkelfehlsichtigkeit" stiessen.
Durch die Korrektion der Augen mit einer einfachen Prismenbrille lösten sich einige Problem wie von selbst, andere konnten mit neuer Energie angegangen werden. Die Lebensqualität der Betroffenen hat sich massiv verbessert und damit die Familiensituation entspannt."

 

Winkelfehlsichtigkeit bei Kindern

Für die Sehaufgaben unserer Vorfahren reichte meist ein Wald-Feld-Wiesenblick. Heute wird bereits Kindern Hochleistung abverlangt: einzelne Buchstaben zu Wörtern verknüpfen, abstrakte Begriffe und Vorgänge bildhaft erfassen, dazu permanente Übungen um Koordination, Auswendiglernen, Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer zu verbessern.

Bei all diesen Anforderungen nehmen die Augen bzw. nimmt die visuelle Wahrnehmung eine entscheidende Rolle ein. Leider wird bei der üblichen Augenglasbestimmung das Thema Winkelfehlsichtigkeit aus Unkenntnis oft vernachlässigt. Öfters wird auch argumentiert: Man soll bei Kindern die natürlichen Kraftreserven nützen und möglichst nicht von außen eingreifen.

Ein Gedankenspiel: Patrick, ein vierzehnjähriger Junge spielt mit Freude Fußball und joggt gerne. Ein Bein ist bei ihm um 1,50 cm verkürzt. Vermutlich wird er früher oder später unter Rückenschmerzen leiden, ausgelöst durch die einseitige Belastung der unterschiedlichen Beinlängen. Der "Rückenstress" wird später sehr wahrscheinlich auch in andere Körperbereiche ausstrahlen.

Ist es bei Patrick nicht am sinnvollsten, ihm eine Schuheinlage anzupassen, die die unterschiedlichen Beinlängen ausgleicht? Gleichartig ist die Argumentation bei Winkelfehlsichtigkeit. Bei deutlichen Auffälligkeiten ist es absolut sinnvoll, der einseitigen Belastung entgegen zu wirken. Ein entspanntes Sehen gleicht einer entspannten Wirbelsäule. Sie können lebenslang große Belastungen ausgleichen. Bestehen dagegen Verspannungen oder Blockaden, werden zuerst Auffälligkeiten und später einschränkende Folgewirkungen sichtbar.

Oft signalisieren Schriftbild und Körperhaltung von Kindern und Jugendlichen "visuellen Stress". Im oberen Teil der Schriftprobe deutlich wahrnehmbar.

Das Schriftbild im unteren Teil zeigt, wie der "visuelle Stress" durch eine prismenkorrigierende Brille entschärft wurde.